Manifest: Dogma 95


Das Manifest "Dogma-95" wurde im März 1995 in Kopenhagen von dem dänischen Regisseur Lars von Trier und seinem Regie-Kollegen Thomas Vinterberg verkündet "mit dem erklärten Ziel bestimmten Tendenzen im modernen Kino entgegenzuwirken." Inzwischen gibt es Dogma-Filme aus verschiedenen europäischen Ländern. Regisseure können sich freiwillig durch ihre Unterschrift verpflichten diese Regeln einzuhalten.



  1. Es darf nur am Originalschauplatz gedreht werden. Kulisse und Requisiten sind verboten. Wenn eine besondere Requisite für die Geschichte notwendig ist, muß ein Drehort gefunden werden, an dem die Requisite vorhanden ist.

  2. Der Ton darf niemals unabhängig von den Bildern produziert werden oder umgekehrt. Musik darf nur dann verwendet werden, wenn sie dort live gespielt wird, wo die jeweilige Szene gedreht wird.

  3. Es wird ausschließlich mit Handkamera gedreht. Jede Bewegung oder Bewegungslosigkeit, die mit der Hand erreicht werden kann, ist erlaubt.

  4. Der Film muß in Farbe gedreht werden. Spezielle Beleuchtung wird nicht akzeptiert. Wenn zuwenig Licht zur Verfügung steht, muß die Szene rausgeschnitten oder eine einzelne Lampe an der Kamera angebracht werden.

  5. Optische Spielereien und Filter sind verboten.

  6. Der Film darf keine oberflächliche Action beinhalten. Morde, Waffen etc. dürfen nicht vorkommen.

  7. Zeitliche und geographische Verfremdungen sind verboten, der Film muß hier und jetzt spielen.

  8. Genrefilme werden nicht akzeptiert.

  9. Das Filmformat muß Academy 35mm sein.

  10. Der Regisseur darf weder in den Anfangstiteln noch im Abspann genannt werden.



QUELLE: http://www.mediaculture-online.de/Manifest-Dogma-95.442.0.html


http://www.revolver-film.de/Inhalte/Rev1/html/Dogma95.html







Lars von Trier

 

DOGMA 95   -   MANIFEST DEUTSCH